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Rezensionen

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5. September 2013

Sylvie Wolff, Wickelblues und Wimperntusche


Diesmal etwas ganz anderes aus der Feder von Sylvie Wolff:
35 ist kein Alter, findet Yvi und beschließt, ihr ungeliebte Single-Leben künftig zu genießen. An Kandidaten mangelt es nicht, doch welcher davon ist Mr. Right? Und wie wird er reagieren wenn er erfährt, dass Yvi die vielleicht jüngste Oma der Welt ist? - Amüsante Kreuzfahrt zwischen Babywindeln und Liebesleben.






Rezension

Ganz und gar überzeugend
ist die Autorin Sylvie Wolff auch diesmal für mich. Das 1. Buch, das ich von ihr gelesen habe, Die Stadtwölfin, fand ich bereits richtig gut, siehe Rezension, es spielte im Mystery-Genre. Bei Wickelblues wechselt die Autorin mit Eleganz ins Chick-Lit-Fach. Aber sie macht das nicht „billig“, besiedelt die Landschaft nicht mit naiven Dummchen, ein Glück!

Frauenpower
hat sich Sylvie Wolff auf die Fahne geschrieben, gut so! Die Charaktere sind auch hier wieder hochentwickelt, zeigen viele Facetten, sind sauehrlich und stehen zu ihren Schwächen ebenso wie sie in Stresszeiten zur Hochform ihrer Kraft auflaufen können. Frauenpower bei Sylvie Wolff hat aber nichts mit dem Niedermachen des starken Geschlechts zu tun, denn die männlichen Romanfiguren sind durchaus liebevoll und ausdrucksstark konzipiert und ausgeführt, sehr sympathisch.

Ganz in der Zeit
und mit den Schwierigkeiten von heute, was Teenager, Alleinerziehende, Geldverdienen betrifft, befindet sich dieser Roman. Ebenso wird das Mutter/Tochter Verhältnis thematisiert, wie es ist, eine – auf den ersten Blick – Übermutter zu haben, der man als erwachsene Tochter (Yvi) mit gemischten Gefühlen gegenübersteht, die jedoch auf den zweiten Blick ausgesprochen klug und Liebe getragen handelt.

Wickelblues und Wimperntusche
erzählt von Freud und Leid, Identitätskrisen und Entscheidungsunfähigkeit. Und natürlich von der Liebe. Das alles mit viel Humor, Klugheit und Verve. Kurzum, Sylvie Wolff ist und bleibt für mich eine Alphawölfin unter den Autorinnen.

Ich habe dieses Buch genossen,
auch weil es technisch und grammatikalisch (was eigentlich Usus sein sollte, wenn man ein Buch veröffentlicht) einwandfrei und sorgfältig gearbeitet ist. Null Schlampereien!
Wickelblues kann ich absolut empfehlen!   

Elsa Rieger





Die Autorin

Sylvie Wolff, Jahrgang 1959, lebte lange in NRW, bevor sie mit ihrer Familie ins ländliche Baden-Württemberg zog und zu schreiben begann. Ihr bevorzugtes Thema sind Wölfe und Gestaltwandler. "Wickelblues & Wimperntusche" ist nach der "Stadtwölfin" ihr zweiter Frauenroman, diesmal allerdings ohne Wölfe und Fantasy (mehr unter www.buchschmiede.de).


Wer gern die wirklich gelungenen Bücher der Autorin über Werwolfabenteuer lesen möchte: http://www.buchschmiede.de/html/fantasy.html



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