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Rezensionen

Vorläufig aus Zeitgründen geschlossen.

31. Dezember 2016

Bea Hiu, Kysano



Erde,Licht und Dunkel ist der erste Band des Mehrteilers über den Machtkampf zwischen Hell und Dunkel in der Welt Kysano.

Einst war Kysano eine prachtvolle Welt, deren Bewohner in Frieden zusammenlebten. Heute aber breitet sich das Böse immer mehr aus und gemäß einer uralten Prophezeiung gibt es nur eine Person, die verhindern kann, dass Kysano von der Dunkelheit verschlungen wird. Diese Person ist Leeza, die allerdings keine Ahnung von der Existenz Kysanos hat. Sie wurde auserwählt, die Schlüssel zu dem einen Artefakt zu finden, das angeblich die Rettung bringen soll.

Aus heiterem Himmel wird Leeza aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen und findet sich in einer ihr völlig fremden Welt voller Magie, Illusionen, Geheimnissen und Gefahren wieder. Während sie noch daran arbeitet, sich in Kysano einzuleben und mit Hilfe ihrer neuen Verbündeten auf die Mission vorzubereiten, überschlagen sich die Ereignisse, und die Suche nach dem ersten Schlüssel beginnt.

Leseprobe Band 1
Auszug 2. Kapitel

... Sobald sie durch das Portal getreten waren, bildete sich über ihnen ein farbiger Kreis, der sich langsam auf sie nieder senkte. Leeza hörte plötzlich Stimmen, die Worte in einer Sprache flüsterten, die sie nicht verstand. Der Kreis hatte sie jetzt ganz umfangen, begann sich zu drehen, und sie hatte das Gefühl, aus großer Höhe hinabzufallen. Dann hörte das Drehen unvermittelt auf, Leeza fühlte wieder Boden unter den Füßen. Der Kreis hob sich und gab sie frei. Syvenia wandte sich dem Portal zu, machte mit den Händen eine schnelle Bewegung von unten nach oben und es löste sich langsam auf.
Danach sah Syvenia Leeza lächelnd an und machte eine weitausholende Geste. „Wir sind in Kysano angekommen, Leeza. Willkommen daheim.“
Leeza sah sich neugierig um. Sie waren auf einer Waldlichtung gelandet. Das Sonnenlicht brach nur spärlich durch das dichte Grün der Bäume und tauchte alles in ein gedämpftes Licht. Obwohl auf Leeza alles ruhig und friedlich wirkte, sah Syvenia beunruhigt aus und blickte sich prüfend um.
„Wir müssen dringend von hier weg. Komm schnell.“ Sie wandte sich um und ging voraus.
Leeza, die Syvenias Eile nicht verstand, folgte ihr nur zögernd. Als aber sogar Jeera sie immer wieder von hinten stupste, sagte sie: „Ist schon gut, ich beeile mich ja schon“, und lief hinter Syvenia her, die am Rand der Lichtung ungeduldig auf sie wartete. Sie gingen durch den Wald, wobei sie keinem Weg folgten, sondern sich quer durch das Gestrüpp schlugen. Obwohl der Wald immer dichter wurde, schien Syvenia sehr genau zu wissen, wohin sie wollten. Leeza hingegen hatte schon lange jede Orientierung verloren. Sie schaute sich nach Jeera um und fragte sich, ob er ähnlich empfand. Gern hätte sie Syvenia gefragt, wohin sie eigentlich wanderten, da sie aber spürte, dass jetzt nicht die richtige Zeit war, um Fragen zu stellen, folgte sie ihr schweigend. Es war klar, Syvenia lag viel daran, schnell voranzukommen, denn immer wenn Leeza etwas zurückblieb, trieb die Magierin sie sofort an.
Als Leeza einmal nach dem Grund für die Eile fragte, antwortete sie nur kurz angebunden: „Es ist nicht sicher hier.“

Während sie voranschritten, betrachtete Leeza die Bäume und Sträucher. Nur einige davon waren ihr vertraut. Es gab verschiedenfarbige Laub- und Nadelbäume, und zu ihrem Erstaunen entdeckte sie auch solche, die eine Mischung aus beidem waren. An den Stämmen der Mischlinge rankte sich hellgrüner Efeu empor, während sich auf den anderen vereinzelt Pilze angesiedelt hatten. Es wuchsen auch unzählige Farne, die in der Färbung von knallrot bis dunkelgelb reichten, und an manchen Stellen war der Boden von türkisfarbigem Moos bedeckt. Die halbhohen grünblauen Sträucher waren schwer beladen mit hellblauen Beeren. Ob die wohl essbar waren, fragte Leeza sich, und wenn ja, wonach sie schmeckten.
Nach einer Weile fiel ihr auf, dass die Bäume immer enger beieinanderstanden und deren Äste hoch über ihren Köpfen ein dichtes vielfarbiges Dach bildeten, sodass kaum noch Sonnenlicht durchkam. Leeza merkte, dass sie langsam hungrig wurde, und hätte gerne gewusst, wie weit es noch war, traute sich aber nicht, danach zu fragen, denn je dichter der Wald wurde, desto wurde Syvenia. Sie schien etwas zu suchen und Leeza befürchtete, sie hätten sich verlaufen. Mittlerweile kamen sie kaum mehr vorwärts, weil die Sträucher und Bäume so dicht wuchsen. Die Luft war so dick, dass sie kaum mehr atmen konnte.
Syvenia blickte sich immer wieder nach ihr und Jeera um, wohl um sich zu vergewissern, dass sie ihr noch folgten. Nachdem sie sich gefühlte Stunden durch das Dickicht geschlagen hatten, blieb Syvenia unvermittelt stehen, blickte sich prüfend um und führte sie dann schnell durch eine kaum sichtbare Öffnung in einem hohen, stacheligen Gestrüpp auf eine kleine versteckte Lichtung.
„Hier werden wir rasten und den Morgen abwarten. In der Dunkelheit zu wandern, ist zu gefährlich“, sagte sie. „Warte hier, ich bin gleich zurück. Mir ist klar, du musst sehr müde sein, aber du darfst nicht einschlafen, bis ich zurück bin.“ Dann wandte sie sich zu Leezas Erstaunen an Jeera. „Du passt auf, dass Leeza nichts geschieht. Ich bin bald wieder da.“
Syvenia verschwand im Wald, und Leeza setzte sich ins weiche Gras. Sobald sie auf dem Boden saß, merkte sie, wie müde sie war. Sie hatte das bisher nicht gespürt. Auch war ihr gar nicht aufgefallen, dass mittlerweile die Dämmerung eingesetzt hatte. Waren sie wirklich so lange unterwegs gewesen oder verging die Zeit hier schneller? Sie streckte die Beine aus und betrachtete Jeera, der sich neben ihr auf dem Boden niederließ, nachdenklich. Er war ihr Begleiter seit Kindertagen und das Einzige, das ihr von ihrer alten Welt geblieben war...


Band 2

Geheimnisse und Illusionen ist Band 2 des Mehrteilers über den Machtkampf zwischen Hell und Dunkel in der Welt Kysano.

Einst war Kysano eine prachtvolle Welt, deren Bewohner in Frieden zusammenlebten. Heute aber breitet sich das Böse immer mehr aus und gemäß einer uralten Prophezeiung gibt es nur eine Person, die verhindern kann, dass Kysano von der Dunkelheit verschlungen wird. Diese Person ist Leeza, die allerdings keine Ahnung von der Existenz Kysanos hat. Sie wurde auserwählt, die Schlüssel zu dem einen Artefakt zu finden, das angeblich die Rettung bringen soll.

In Band 2 sind Leeza und Jizahan durch das Portal in die Illusion der Erdmagier gelangt, um dort nach dem Erdschlüssel zu suchen. Da die Prophezeiung nur spärliche Details preisgibt, begegnen ihnen auf ihrem Weg schier unüberwindbare Hindernisse und tödliche Gefahren. Nach vielen Täuschungen, Rätseln und Kämpfen erreichen die beiden Mädchen endlich den Ort, an dem der Schlüssel vor hunderten von Jahren verborgen wurde, und wähnen sich am Ziel ihrer Mission, nur um festzustellen, dass schon wieder nicht alles so ist, wie es scheint. In der Schule der Lichtmagier werden währenddessen Feinde ausgeschaltet, geheime Pläne verfolgt und Allianzen gebildet.

Leseprobe Band 2
Auszug 1. Kapitel

...Schon hasteten sie weiter den Hang hinauf, wobei sie sich immer wieder gegenseitig stützten, um nicht abzurutschen. Etwa fünf Meter unter der oberen Kante mussten sie anfangen zu klettern.
Als sie fast oben angekommen waren, hörten sie ein fernes, heiseres Krächzen, und ein Blick hinauf zum Himmel machte ihnen deutlich, worauf ihre Verfolger gewartet hatten.
Entsetzt starrten sie auf die vier schnell näher kommenden riesigen Vögel und waren für einen Moment unfähig, sich zu bewegen. Dann schüttelte Leeza die Starre ab, griff nach Jizahans Hand und zog sie hinter einen großen Felsen. Dort duckten sie sich, so tief sie konnten, um sich vor den suchenden Augen der Vögel zu verbergen.
Obwohl sie noch weit weg gewesen waren, als die Mädchen in Deckung gingen, dauerte es nicht lange, bis die Vögel über ihr Versteck hinwegflogen. Sie kreisten einige Male über ihnen und landeten dann ein Stück von ihnen entfernt.
Kaum wagten sie zu atmen, doch sie konnten der Versuchung nicht widerstehen, den Kopf leicht anzuheben, um die Vögel genauer zu betrachten. Sie waren etwa fünfmal so groß wie normale Adler, hatten schwarz-gelbe Federn, lange, spitze Krallen und einen scharfen, gekrümmten Schnabel. Die durchdringenden gelben Augen glitzerten bösartig und ihr schauriges Krächzen schmerzte in den Ohren der Mädchen.

Die Raubvögel suchten die Gegend ab, waren aber offenbar nicht in der Lage, die beiden zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit gab einer von ihnen das Zeichen zum Aufbruch. Sogleich breiteten alle die riesigen Flügel aus, stiegen hinauf in den Himmel, drehten noch eine Runde über den Köpfen der Mädchen und flogen dann zurück in die Richtung, aus der sie gekommen waren.
Leeza und Jizahan blieben so lange hinter den Felsen gekauert, bis die Greifvögel nur mehr kleine Punkte am Horizont waren. Dann spähten sie vorsichtig hervor, um nach ihren Verfolgern zu sehen, aber glücklicherweise waren auch die verschwunden.
„Das war extrem knapp. Was meinst du, wieso konnten sie uns nicht entdecken?“, fragte Jizahan mit bebender Stimme.
„Vielleicht hängt das mit unseren Kleidern zusammen. Syvenia sagte doch, dass der Farbton sich so verändert, dass er uns nach Möglichkeit verbirgt, erinnerst du dich?“
„Ja, das wird es wohl sein. Ich habe das Gefühl, es ist eine Ewigkeit her, dass sie das sagte, obwohl nur wenige Stunden seither vergangen sind. Jedenfalls sollten wir weiter hinaufklettern und sehen, was in dem Krater ist oder was meinst du, Leeza?“
„Einverstanden, schließlich hat uns das geheimnisvolle Pfeifen hierhergeführt und uns vor den schrecklichen Gestalten gerettet. Außerdem finde ich, wir sind hier draußen viel zu stark exponiert. Wer weiß, was sonst noch alles auf uns lauert.“
„Was im Krater auf uns lauern könnte, wissen wir auch nicht, aber noch schlimmer kann es ja wohl nicht werden. Was waren das überhaupt für Gestalten, die uns verfolgt haben?“
Leeza antwortete mit einem Schulterzucken: „Keine Ahnung, vielleicht eine Art stinkender Bergtroll. Aber egal, was es war, ich hoffe, wir begegnen ihnen nicht noch einmal.“
Sie kletterten den Rest des Hanges hinauf, und als sie schließlich oben angekommen waren, trauten sie ihren Augen nicht. Der Krater war gewaltig. In der Mitte lag ein tiefblau funkelnder See, dessen Ufer gesäumt von leuchtend orangem Schilf war. Die Wände waren dicht bewachsen, aber immerhin schlängelte sich ein schmaler Weg vor ihnen den Abhang hinunter. Die ganze Gegend wirkte friedlich und es lag ein angenehm frischer Waldgeruch in der Luft.
Jizahan stupste Leeza leicht an. „Was denkst du, ist es hier sicher?“
„Es macht zumindest den Anschein und ich hoffe jetzt einfach mal, es ist auch so. Jedenfalls finde ich es sehr viel einladender als außerhalb des Kraters.“
„Wir sollten wohl hinuntergehen und einen guten Platz zum Rasten suchen, die Sonne ist schon am Untergehen.“
Leeza schaute zum Himmel und bemerkte, dass schon die ersten Sterne zu sehen waren. Sie fragte sich, wie das möglich war, denn schließlich waren sie im Morgengrauen in Kysano aufgebrochen. Entweder verging die Zeit hier schneller, die Tage waren kürzer, oder das Portal löste eine Art Zeitverschiebung aus.
Da es klar war, dass sie auf die Frage im Moment keine Antwort finden würde, verschob sie sie auf später und antwortete: „Ja, wir sollten uns beeilen, einen sicheren Rastplatz zu finden.“
Sie folgten zügig dem schmalen Pfad, der durch den Wald abwärts führte. Es wurde nun schnell Nacht und bald erhellte nur noch das Licht der Sterne und des Mondes ihren Weg. Leeza war sich darüber im Klaren, dass es gefährlich sein konnte, in der Dunkelheit weiterzugehen, und suchte fieberhaft den Wegrand nach einem Anzeichen für einen Rastplatz ab. Als sie schon dachte, sie würden nichts finden und müssten dem Weg bis ganz hinunter zum See folgen, bemerkte sie ein paar Meter vor ihnen eine Öffnung im dichten Gebüsch. Sie blieb stehen...


Rezension
Eigentlich darf ich zu der Heldenreise zweier Teenager keine Rezension schreiben, zumindest nicht auf der Buchplattform, da ich das Vergnügen hatte, sie zu lektorieren. Aber auf meinem Blog mache ich, was ich will. Und ich will, weil mich diese Abenteuer-Fantasy-Reise begeistert hat. Die Mädels sind toll, wie sie mutig durch Illusionswelten reisen müssen, um eine Prophezeiung zu erfüllen. Natürlich begegnen ihnen viele Gefahren und Hindernisse, Welten, die extrem unterschiedlich sind und den beiden viel Grips und Kraft abverlangen, damit zurechtzukommen. Die Fantasie der Autorin Bea Hiu hat mir große Freude gemacht und ich wünsche ihr viel Erfolg!
Die Abenteuer gehen weiter, ich hoffe, demnächst.

Elsa Rieger


Die Autorin
Beatrice Hiu lebt mit ihrer Familie am Zürichsee. Sie hat schon früh ihre Liebe zu Fantasystories entdeckt und vor einigen Jahren entstand dann die Grundidee zum Mehrteiler über den Machtkampf in der Welt Kysano. Vor etwa zwei Jahren begann sie schließlich ihre Idee zu verwirklichen und konnte ihr erstes Buch 'Kysano; Erde, Licht und Dunkel' Ende Oktober 2015 endlich veröffentlichen. Nun ist Band 2 erschienen. 
Im Moment arbeitet sie mit Hochdruck am dritten Band und an einer englischen Übersetzung des ersten Bandes.

  




Bea Hiu, Kysano
 
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